Bibliothekartag 2009 in Erfurt

Mit vielen neuen Eindrücken wieder auf dem Weg nach Hamburg

Tag 4: Freitag, 05.06.

Sehr interessante Vortragsreihe: Vom Lesesaal zur „Chill-Out-Zone“ – Raumkonzepte in Bibliotheken

Den Abschluß auf dem Bibliothekartag bildeten für uns Vorträge zum Thema Raumkonzepte in Bibliotheken. Die Vortragsreihe im Panoramasaal war sehr gut besucht, umso glücklicher waren wir das wir noch einen guten Platz bekamen. Den Anfang der Veranstaltung machte Prof. Eckhard Gerber mit dem Thema: Bauen in 1001 Nacht: Die King Fahad Nationalbibliothek Riad, Königreich Saudi-Arabien. Herr Gerber berichtete von der Konzeption der Nationalbibliothek durch die Firma Gerber Architekten.  Ein sehr interessanter Vortrag, der geprägt war durch den Austausch von Erfahrungen und Schwierigkeiten die sich mit der Bibliotheksplaung in Saudi-Arabien ergaben.

Im nächsten Vortrag berichtete Prof. Dr. Ulrich Naumann (Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin) über das Thema: Lesesäle als Nutzungsorte im Spiegel der Bibliotheksgeschichte. Er stellte dabei die geschichtliche Entwicklung und einen Ausblick in die Zukunft der Gestaltung von Lesesälen dar.

Frau Ulrike Scholle von der Universitätsbibliothek Duisburg-Essen stellte in ihrem Vortrag Ansätze für Raumkonzepte in wissenschaftlichen Bibliotheken vor. Welche Möglichkeiten haben Universitätsbibliotheken den modernen Anforderungen an das Lernen in der Bibliothek nachzukommen. Diese und andere Fragen stellt Frau Scholle und zeigt in ihrem Vortrag Ansätze für die Umgestaltung der Bibliotheken, am Beispiel der UB Duisburg-Essen, auf.

Den Abschluß bildete der Vortrag von Frau Nadine Forster (Universitätsbibliothek Marburg) mit dem Titel:  Die Neubauplaung der Universitätsbibliothek Marburg – ein Raumkonzept für eine zentrale Universitätsbibliothek. Frau Forster stellte im Vortrag die bisherige Konzeptentwicklung für den Neubau der Universitätsbibliothek Marburg vor, und gab Ausblicke in die zukünftige Phase der Projektumsetzung.

Tschüß Erfurt

Nach dieser wirklich sehr informativen Vortragsreihe endete für uns der Bibliothekartag 2009 in Erfurt. Auf der anschließenden Zugfahrt war für uns Zeit, die neu gewonnenen Eindrück zu verarbeiten und uns über die gemachten Erfahrungen auszutauschen. Es bleibt uns zu sagen: bis nächstes Jahr auf dem 99. Bibliothekartag 2010 in Leipzig.


And the winner is …

Tag 3: Donnerstag, 04.06.

Get-Together des Departments Information

In der KIBA-Lounge fand in diesem Jahr das Alumni-Teffen von Ehemaligen des Departments auf dem Bibliothekartag statt. Viele der Ehemaligen nutzten die Gelegenheit um sich mit Kommilitonen und Professoren auszutauschen.

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Preisverleihung „Lebendige Lernorte“

Am späten Nachmittag fand die Preisverleihung des studentischen Ideenwettbewerbs „Lebendige Lernorte“ statt. Veranstalter dieses Wettbewerbs war die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e.V. (DINI).

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Fünf Finalisten waren eingeladen worden, ihre Projekte in Erfurt vorzustellen, die übrigen 46 Beiträge wurden in einer Auswahl gezeigt. Die Finalisten waren:

„Learn Connected!“ (TU Dresden)

„Bibliothek St. Anna“ (Hochschule Ostwestfalen-Lippe)

„TU Delft” (RTWH Aachen)

„MyPaed“ (TU Darmstadt)

„Gemma“ (TU Dortmund)

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Der ursprüngliche Preis von 5000 Euro wurde zweigeteilt. Der nun nur noch mit 3000 Euro dotierte 1. Preis ging an den Beitrag „MyPaed“. Außerdem gab es noch einen Kreativpreis von 2000 Euro, dieser ging an den Beitrag „Learn Connected!“.

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„MyPaed“ ist eine „umfassende persönliche Studienumgebung“, die sich speziell an Studierende aus dem Bereich Pädagogik richtet. Es wurde bereits mit der Umsetzung begonnen und nach Testdurchläufen mit Studierenden soll „MyPaed“ zum Wintersemester 2009/10 offiziell eingeführt werden.

„Learn Connected!“ besteht aus acht Einzelkonzepten, die von architektonischen Entwürfen über innovative Möbel bis hin zur interaktiven Lernbrille reichen. Diese wurden im Zentrum für Technisches Design in einem Entwurfsseminar entwickelt, das der Frage nachging, wie Lernen in der Zukunft aussehen könnte.

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Spielen, Spielen, Spielen…

Tag 2: Mittwoch, 03.06

Pünktlich 9.00 Uhr startete für uns der Bibliothekartag

Stand der Zukunftswerkstatt

Der Stand der Zukunftswerkstatt ist gut besucht, lädt zum Ausprobieren verschiedenster Spiele und Web 2.0 Anwendungen sowie zum Diskutieren ein. Auch E-Book-Reader können getestet werden. Außerdem gibt es eine Reihe von interessanten Vorträgen rund um das Thema Web 2.0. Diese werden teilweise aufgezeichnet und bei youtube eingestellt. Auch die meisten Vortragsfolien kann man sich bei slideshare ansehen.

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Podiumsdiskussion

Die nächste nächste Etapppe war die Podiumsdiskussion der Zukunftswerkstatt im Panoramasaal des Congress Center Erfurt.

Moderiert wurde diese von Christoph Deeg von der Zukunftswerkstatt, die Teilnehmer waren Claudia Lux (ZLB Berlin), Gabriele Beger (SUB Hamburg), Malte Behrmann (Computerspieleentwickler) und Willi Schroll (Zukunftsforscher).

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Diskutiert wurde über das Thema, wie Bibliotheken das Web 2.0 und Games in der Gegenwart benutzen und in Zukunft einsetzen können.

Das Fazit der Diskussion war, dass Bibliotheken sich nicht davor scheuen sollten neue Technologien auszuprobieren. Auch wenn es schief geht, ist es doch eine Gewinnbringung für den Nutzer der Bibliothek. Weiterhin sollten Nutzer und auch andere Bibliotheken in die Entwicklung neuer Konzepte und Dienstleistungen einbezogen werden, um der Zukunft und den neuen Mediennutzungsverhalten gerecht zu werden. Denn „anders als mit Web 2.0 Methoden wird es im 21. Jahrhundert nicht gehen.“

Computerspiele sind nicht nur Kulturgut, sondern dienen auch der indirekten Kompetenzvermittlung (z.B. Mathe lernen ohne es zu merken).

Deswegen gilt auch hier das Motto der Zukunftswerkstatt:

„Die Bibliotheken gehen Spielen, Spielen Sie mit!“

Umfrage

Am Nachmittag unterstützen wir die Zukunftswerkstatt, indem wir mit Fragebögen bewaffnet auf dem Messegelände umherzogen, Teilnehmer Interviewten und sie auf das Vortragsprogramm aufmerksam machten.

Die Befragung zielte darauf ab herauszufinden, welche Web 2.0 Anwendungen von den Teilnehmern, sowohl privat als auch beruflich genutzt werden und inwieweit diese bereits in den einzelnen Bibliotheken eingesetzt bzw. angeboten werden.

Es war interessant die Interviews durchzuführen und so mit den verschiedensten Leuten in Kontakt zu kommen und sich mit ihnen zu unterhalten.

Die Umfrageergebnisse werden von einem Soziologen ausgewertet und voraussichtlich auf dem Blog der Zukunftswerkstatt veröffentlicht.


Wir sind angekommen — bei strahlendem Sonnenschein auf Erkundungstour in Erfurt

Tag 1: Dienstag, 02.06.

Nach der erfolgreichen Anmeldung auf der Messe starten wir eine Erkundungstour in Erfurt. Neben den Einwohnern der Stadt zeigt sich in  Erfurt eine Menschenmasse, die sich durch das Tragen orangener Schlüsselbänder und Tüten auszeichnet. Die Bibliothekare sind angekommen, an jeder Straßenecke, im Cafe … überall werden die „Erkennungsmerkmale“ gesichtet.

Irgendwie scheint es, als trägt an diesem Tag jeder eine orangene „Bibliothekartags-Tüte“.

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Impressionen aus Erfurt:


Endlich ist es soweit — vom 02.06.-05.06.09 findet der Bibliothekartag 2009 in Erfurt statt.

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Neben Bibliothekaren werden auch wir Studenten der Hochschule für Angewandte Wissenschaften an den Veranstaltungen teilnehmen. Für uns als zukünftige Bibliothekare steht uns eine spannende Zeit mit vielen neuen Eindrücken bevor.

In den folgenden Tagen werden wir (Anja Linke, Anne-Marie Schön und Susanne Schneider) von unseren Eindrücken auf dem Bibliothekartag berichten.

Als Helfer werden wir von Mittwoch bis Freitag die Arbeit am Stand der Zukunftswerkstatt unterstützen.

http://zukunftswerkstatt.wordpress.com/

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